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26. 5. 18.

Tagescreme vs. Nachtcreme: Brauchst du wirklich beide — oder reicht eine?

Tagescreme oder Nachtcreme — und brauchst du wirklich beide? Die kurze Antwort: Beide Produkte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Tagescreme schützt deine Haut tagsüber vor Umwelteinflüssen, eine Nachtcreme unterstützt die nächtliche Regeneration. Wer nur eine Creme nutzen möchte, kann das tun — verzichtet aber je nach Hauttyp auf wertvolle Pflege. In diesem Artikel zeigen wir dir, was eine gute Tag- und Nachtpflege wirklich leistet, welche Wirkstoffe wann sinnvoll sind und wie du eine Routine aufbaust, die zu dir passt.

Warum deine Haut tagsüber und nachts unterschiedliche Pflege braucht

Tagsüber muss deine Haut viel aushalten: UV-Strahlung, Temperaturwechsel, trockene Heizungs- oder Klimaluft, freie Radikale durch Abgase und blaues Licht aus Bildschirmen. Tagsüber arbeitet die Haut wie ein Schutzschild — sie wehrt äußere Einflüsse ab und versucht, Feuchtigkeit zu halten.

Nachts schaltet deine Haut auf einen ganz anderen Modus. Zwischen etwa 22 und 4 Uhr läuft die Zellerneuerung auf Hochtouren: Reparaturprozesse, die Bildung neuer Hautzellen und die Auffüllung der natürlichen Hautfette laufen jetzt besonders aktiv. Gleichzeitig verliert die Haut nachts mehr Feuchtigkeit über die sogenannte transepidermale Wasserverdunstung. Genau hier setzt eine Nachtcreme an: Sie unterstützt diese Erneuerungsphase mit reichhaltigeren Texturen, Wirkstoffen für die Regeneration und einer Versiegelung gegen Feuchtigkeitsverlust.

Eine Tagescreme dagegen ist auf Schutz ausgelegt — sie soll leicht einziehen, eine Make-up-taugliche Oberfläche schaffen und im besten Fall einen Lichtschutzfaktor mitbringen. Dass es zwei unterschiedliche Cremes gibt, ist also kein Marketing-Trick, sondern eine Antwort auf zwei verschiedene biologische Phasen.

Was eine gute Tagescreme leisten sollte

Eine Tagescreme muss tagsüber viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Diese Eigenschaften sind dabei wichtig:

  • Leichte, schnell einziehende Textur: Die Creme soll nicht glänzen oder sich unter Make-up rollen.
  • Schutz vor Umweltreizen: Antioxidantien wie Vitamin C, Niacinamid oder Astaxanthin können dazu beitragen, freie Radikale abzufangen, die durch UV-Strahlung und Umwelt entstehen.
  • Feuchtigkeitsversorgung: Hyaluronsäure und Glycerin halten die Haut über den Tag hinweg geschmeidig.
  • Idealerweise UV-Schutz: Ein integrierter Lichtschutzfaktor kann eine sinnvolle Basis für den Alltag sein — bei intensiver Sonne ist aber ein dedizierter Sonnenschutz nötig (mehr dazu unten).

Für trockene und reife Haut eignet sich zum Beispiel die Hyaluron Cream SPF10 — eine Tagespflege mit Hyaluronsäure und einem leichten UV-Filter, die sich gut als tägliche Grundversorgung eignet. Wer eine leichtere Textur bevorzugt, etwa bei Mischhaut oder im Sommer, kommt mit der Bakuchiol Sensitive Day Cream gut zurecht: Sie kombiniert pflanzliches Bakuchiol mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen und ist eine sanfte Alternative zu klassischen Anti-Aging-Tagescremes.

Wichtig: Ein SPF von 10 oder 15 in einer Tagescreme reicht bei intensiver Sonne nicht aus. Wenn du viel draußen bist oder im Sommer unterwegs bist, solltest du zusätzlich einen dedizierten Sonnenschutz auftragen — zum Beispiel den Sunscreen SPF 50. Mehr dazu liest du in unserem Artikel SPF in der Tagescreme: Reicht das wirklich für den Alltag?

Was eine gute Nachtcreme leisten sollte

Eine Nachtcreme darf reichhaltiger sein — sie muss nicht unter Make-up funktionieren und kann sich Zeit nehmen, in die Haut einzuziehen. Folgende Eigenschaften zeichnen eine gute Nachtpflege aus:

  • Reichhaltigere Textur: Pflanzenöle, Sheabutter oder hautpflegende Pflegeöle bilden eine Schutzschicht gegen nächtlichen Feuchtigkeitsverlust.
  • Regenerative Wirkstoffe: Retinol, Peptide oder Kaviar-Extrakt entfalten ihre Wirkung idealerweise nachts, wenn die Zellerneuerung läuft.
  • Beruhigung und Reparatur: Niacinamid, Panthenol oder Ceramide helfen, kleine Hautirritationen über Nacht zu mildern.
  • Keine UV-Filter nötig: Da kein Sonnenlicht im Spiel ist, sind UV-Filter nachts überflüssig — und Retinol würde durch UV-Licht ohnehin instabil.

Für die abendliche Pflege ab etwa 40 Jahren empfiehlt sich häufig eine Kombination aus einem regenerierenden Serum und einer reichhaltigeren Nachtcreme. Das Retinol Serum ist ein klassischer Nacht-Wirkstoff — Retinol arbeitet idealerweise im Dunkeln, weil es lichtempfindlich ist. Wer Retinol nicht verträgt, kann mit der Bakuchiol Sensitive Day Cream auf eine sanftere Alternative ausweichen, die auch abends getragen werden kann.

Für reife Haut, die abends mehr Aufbau braucht, ist das Caviar Lifting Serum mit Argireline und Kaviar-Extrakt eine intensive Option. Eine reichhaltigere Konsistenz wie das Golden Hyaluron Gel kann darüber als feuchtigkeitsbindende Schicht aufgetragen werden.

Reicht eine Creme — oder lohnt sich der Wechsel?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf deinen Hauttyp, dein Alter und deinen Alltag an.

Eine Creme kann reichen, wenn:

  • Du eine ausgeglichene, normale Haut hast und keine spezifischen Anti-Aging-Ziele verfolgst.
  • Du eine sehr empfindliche Haut hast und auf möglichst wenige Produkte setzen möchtest.
  • Du eine reichhaltige Allround-Creme verwendest, die du sowohl morgens (eventuell mit zusätzlichem SPF) als auch abends einsetzen kannst.

Zwei Cremes sind sinnvoll, wenn:

  • Du Anti-Aging-Wirkstoffe wie Retinol nutzen möchtest — die gehören in die Abendroutine.
  • Du tagsüber einen Lichtschutzfaktor brauchst, aber abends auf eine reichhaltigere Regenerationspflege setzen willst.
  • Deine Haut sich tagsüber anders anfühlt als abends (z. B. nachts trockener, morgens fettiger).
  • Du in oder nach den Wechseljahren bist und deine Haut spürbar mehr Pflege braucht.

Für Frauen ab 40 lohnt sich der Wechsel zwischen Tag- und Nachtpflege fast immer. Die Haut produziert weniger Talg, der natürliche Feuchtigkeitsfilm wird dünner und die Erneuerungsrate verlangsamt sich. Eine reichhaltige Nachtpflege kann hier deutlich mehr unterstützen als eine alleinige Tagescreme. Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Artikel Hautpflege ab 40: Diese 5 Wirkstoffe sollten nicht fehlen.

So baust du eine Tag-Nacht-Routine auf, die wirklich zu dir passt

Eine sinnvolle Routine ist keine Frage von zwölf Schritten, sondern von guter Reihenfolge. Diese vereinfachte Struktur kannst du nach Belieben erweitern:

Morgens (3–4 Schritte):

  1. Sanfte Reinigung mit lauwarmem Wasser oder einem milden Reiniger.
  2. Toner oder Tonic — zum Beispiel das AHA Tonic für ebenmäßigeres Hautbild.
  3. Feuchtigkeitsspendendes Serum, z. B. das Hyaluronic Plump & Glow Serum.
  4. Tagescreme mit oder ohne SPF — bei viel Sonne zusätzlich dedizierter UV-Schutz.

Abends (3–5 Schritte):

  1. Gründliche Reinigung (eventuell Double Cleansing bei Make-up oder Sonnenschutz).
  2. Toner oder Tonic — sanft, ohne reizende Wirkstoffe.
  3. Aktiv-Serum, z. B. Retinol Serum oder Caviar Lifting Serum.
  4. Feuchtigkeitsbinder wie das Golden Hyaluron Gel.
  5. Reichhaltigere Nachtcreme oder eine pflegende Augenpartie-Anwendung wie das Niacinamide Astaxanthin Roll-On.

Die Reihenfolge ist dabei entscheidend — sie folgt der Regel „vom dünnsten zum dichtesten Produkt". Wenn du das Layering vertiefen möchtest, findest du in unserem Artikel Skincare Layering: Die richtige Reihenfolge eine ausführliche Anleitung. Für eine kompakte Tag-Routine empfehlen wir den Artikel Die perfekte Morgenroutine für reife Haut, und für die abendliche Pflege den Artikel Abendroutine ab 40.

Häufige Fragen zu Tagescreme und Nachtcreme

Kann ich meine Nachtcreme auch tagsüber verwenden?
Theoretisch ja — aber sinnvoll ist es selten. Nachtcremes sind oft zu reichhaltig für den Tag, ziehen langsamer ein und enthalten gelegentlich Wirkstoffe wie Retinol, die unter UV-Licht instabil werden und die Haut zusätzlich lichtempfindlich machen können. Wenn du Retinol tagsüber trägst, brauchst du in jedem Fall einen konsequenten Sonnenschutz.

Brauche ich tatsächlich Anti-Aging-Wirkstoffe in der Nachtcreme?
Das hängt von Alter und Hautziel ab. Wirkstoffe wie Retinol, Peptide oder Kaviar-Extrakt können dazu beitragen, das Hautbild über Wochen hinweg ebenmäßiger und gepflegter wirken zu lassen. Ergebnisse können individuell variieren, und sichtbare Veränderungen brauchen in der Regel mehrere Wochen regelmäßiger Anwendung. Wer empfindliche Haut hat, kann statt Retinol auf pflanzliches Bakuchiol setzen.

Ist eine Nachtcreme im Sommer zu reichhaltig?
Manchmal ja. Im Sommer kann die gleiche Nachtcreme wie im Winter zu schwer wirken. Eine leichtere Lösung ist ein Hyaluronsäure-Gel oder ein feuchtigkeitsspendendes Serum statt einer dichten Creme. Mehr zu saisonaler Anpassung findest du in unserem Artikel Sommerpflege fürs Gesicht.

Ich nutze nur eine Creme — wann sollte ich auf zwei umsteigen?
Wenn deine Haut sich morgens und abends unterschiedlich anfühlt, wenn du erste Linien oder Pigmentflecken bemerkst, oder wenn du in den Wechseljahren bist und eine spürbar trockenere Haut hast. Auch wer bisher keinen Sonnenschutz in der Tagespflege hatte, profitiert oft vom Wechsel auf ein Tag-Nacht-System mit integriertem UV-Schutz.

Welche Reihenfolge gilt: erst Serum oder erst Creme?
Immer von der dünnsten zur dichtesten Textur: Toner — Serum — Augenpflege — Creme. Wenn du ein Öl verwendest, kommt es zum Schluss als Versiegelung. Wir haben die Reihenfolge in unserem Layering-Guide detailliert beschrieben.

Was, wenn ich meinen Hauttyp gar nicht genau kenne?
Dann teste dich am besten kurz durch unseren Hauttyp-Finder — er gibt dir in wenigen Schritten eine erste Einordnung, welche Pflege zu dir passt.

Unser Fazit: Eine Pflege, die zu dir passt

Tagescreme und Nachtcreme sind keine Marketing-Erfindung — sie spiegeln zwei reale Bedürfnisse deiner Haut wider. Tagsüber geht es um Schutz, abends um Regeneration. Wer beide Phasen gezielt unterstützt, gibt seiner Haut die Pflege, die zu ihrem natürlichen Rhythmus passt. Wer nur eine Creme nutzen möchte, kann das tun — sollte sie aber bewusst wählen.

Wir bei RAU Cosmetics glauben nicht an „eine Creme für alles". Wir glauben an gut formulierte Wirkstoffkombinationen, die zu deinem Hauttyp, deiner Lebensphase und deinem Alltag passen. Ob du dich für eine getrennte Tag-Nacht-Routine entscheidest oder mit weniger Schritten zurechtkommst — wichtig ist, dass deine Pflege regelmäßig stattfindet und du Wirkstoffe wählst, die zu dir passen.

Hinweis: Die in diesem Artikel beschriebenen Pflegeeffekte können individuell variieren. Bei spezifischen Hauterkrankungen empfehlen wir die Rücksprache mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.

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